Kriminalhauptkommissar Walter Eibl: Sicherheitstipps für Senioren

Vor einer hoch interessierten Zuhörerschaft gab es wertvolle Tipps und Verhaltensregeln beim Freitagstreff im März 09 der SENIOREN-Union Altdorf.

Senioren sind zwar weniger häufig Opfer von Gewalt als jüngere Menschen, dennoch herrscht bei vielen Älteren die Angst, einer scheinbar allgegenwärtigen Kriminalität  hilflos ausgeliefert zu sein. Um hierbei Aufklärung zu leisten, kam Leiter der Beratungsstelle zum Schutz gegen Verbrechen von der Kripo Schwabach nach Altdorf zur SENIOREN-Union.

So sei die Wohnung für Fremde tabu, man braucht Niemanden herein zu lassen, den man nicht kennt. Gewinnmitteilungen per Post oder Telefon seien allesamt nur Humbug, bestenfalls Kundenfang - „Wer sollte Ihnen einfach so etwas schenken?" Gleiches gelte für sogenannte Kaffeefahrten. Dort werde den meist älteren Teilnehmern unter starkem Druck minderwertige Waren zu weit überhöhten Preisen angedreht. Sollte man trotzdem reingefallen sein, könne man innerhalb von 2 Wochen vom Kauf zurücktreten; dies ist geltendes  Recht.

Taschendiebe lieben Menschenmengen und Gedränge. Um gegen Diebstahl gefeit zu sein, sollte man Bargeld, Kreditkarten und Ausweise stets am Körper und nicht in einer losen Handtasche tragen. Niemals Kreditkarte und PIN gemeinsam aufbewahren. Sollte trotzdem die Bankkarte abhanden gekommen sein, gibt es den bundesweit gültigen Sperrnotruf 116116. Aus dem Ausland müsste die deutsche Vorwahl 0049 vorangestellt werden. Mit einem Anruf dort kann man sofort das Konto sperren lassen, um sich vor Betrügern zu schützen. Es ist außerdem immer nützlich, die Kontoauszüge in regelmäßigen Abständen zu prüfen; nur so entdeckt man illegale Abbuchungen, die nur  innerhalb von 6 Wochen rückgängig gemacht werden können.

Wenn man aber doch einmal Opfer einer Tätlichkeit oder eines Raubes geworden ist, sollte man auf auf sich aufmerksam machen und Passanten konkret um Hilfe bitten, z.B.:  „Sie mit dem roten Schal, bitte, helfen Sie mir!" Ein so angesprochener Mitbürger kann sich kaum der Hilfestellung entziehen.

Das wichtigste sei jedoch selbstbewusstes Auftreten ohne sich als Held aufspielen zu wollen.