Statt großer Worte mit Taten überzeugen

Über mangelnden Zuspruch bei seinen Wahlversammlungen und Stadtteilgesprächen kann sich Erich Odörfer, amtierender Bürgermeister und Kandidat der CSU für die Wahl am Sonntag, nicht beklagen.

Der rege Zuspruch zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen wollen, was Sache ist - vor allem deswegen, weil in der derzeitigen Wahlkampfauseinandersetzung Kritik und große Worte einer eindrucksvollen Bilanz gegenüberstehen, die sich, so Odörfers Auffassung, sehen lassen kann. „Daran möchte ich anknüpfen und Altdorf in seiner Gesamtheit weiter voranbringen“, ist Odörfers Botschaft.

Angriffe jeglicher Art auf die Mitbewerber wären nicht sein Stil. Er sei zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger sehr wohl unterscheiden können was möglich und machbar sei und wie Entscheidungen in der Vergangenheit gefallen sind. Und so setze er auch künftig auf „Konsens statt Konfrontation, Sachlichkeit und Dialog“, sowohl im Stadtrat als auch mit den Bürgern.
Odörfer forderte dazu auf, ihn an seinen Ergebnissen zu messen. Als seine wichtigsten Ziele habe er bei seinem Amtsantritt 2006 „solides Wirtschaften und Schuldenabbau“ gesehen.

Damals hatte die Stadt fast elf Millionen Schulden bei zwei Millionen Euro Rücklagen, 2012 zeige die Bilanz vier Millionen Schulden und elf Millionen Rücklagen. Das Gewerbegebiet Unterwellitzleithen habe nicht nur durch den Verkauf Geld in die Stadtkasse gebracht, sondern erhebliche Gewerbesteuereinnahmen durch Neuansiedlungen. Immerhin habe man allein dort 650 neue Arbeitsplätze geschaffen. Erfolgreiches Wirtschaften zeige sich auch an den Einnahmen der Gewerbesteuer: 2002 bis 2006 lagen die bei 13,3 Millionen Euro, zwischen 2007 und 2011 bei 31,7 Millionen Euro.

Vielfältig und umfangreich war die Liste der Investitionen: Westtangente, Parkplätze, neues Verwaltungsgebäude, Marktplatzumbau, Schulsanierung, Abschluss der Kanalisation, Brücke Hagenhausen, Flurneuordnung, Dorferneuerung, verkehrsberuhigende Maßnahmen, Radweg Rasch und Kulturrathaus, um nur einige zu nennen. Zur Integration der Neubürger trage der von ihm eingeführte Neubürgerempfang bei und das Bauen für junge Familien könne mit dem auf den Weg gebrachten Bebauungsplan an der Rascher Straße umgesetzt werden.

Um auch in der Zukunft die nötigen und anstehenden Investitionen tätigen zu können bleibe solides Wirtschaften die Hauptaufgabe. So wie beim Marktplatz wolle er auch bei den anstehenden Problemen und Maßnahmen die Bürger mit einbeziehen, Stadt und Außenorte behutsam wachsen lassen, das Radwegenetz ausbauen, in Kinderkrippen, Mittagsbetreuung und Ganztagesklassen investieren, weitere Betriebe ansiedeln („gesunder Branchenmix“), die eingeleiteten Maßnahmen der Energiewende fortführen, flächendeckendes DSL vorantreiben und Vereinen und Ehrenamt die ihnen gebührende Unterstützung zukommen lassen.

Und er werde auch weiterhin ein „Bürgermeister zum Anfassen“ bleiben, dem die Meinung der Bürger sehr wichtig sei.
Leidenschaftlich war bei allen Veranstaltungen im Vorfeld der Wahl sein abschließender Appell, am Sonntag auf jeden Fall vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und ihn mit der nötigen Legitimation zu versehen, die erfolgreiche Politik der letzten sechs Jahre fortzusetzen.