Dr. Günther Beckstein zu Gast bei der Altdorfer CSU

Das Spannungsfeld zwischen seinem Glauben, als praktizierender Christ und seinen politischen Aufgaben legte der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein bei der Lesung aus seinem Buch „Die zehn Gebote – Anspruch und Herausforderung“ dar.

An vielen lebendigen Beispielen und Gegebenheiten aus seinem Leben erklärte er den zentralen Einfluss seines christlichen Glaubens auf seine Entscheidungen. Die Figur des heiligen Antonious, welche erst in seinem Büro im Innenministerium stand und ihn dann auch in das Büro des Ministerpräsidenten begleitete, ist ein Sinnbild seines Menschenbildes. Der als Heilige der Bettler bezeichnete Antonius war für ihn immer Mahner für einen gerechten Umgang mit den Mitmenschen, unabhängig von deren Stand und Herkunft.

Die Verantwortung des Politikers für seine Entscheidungen und den daraus resultierenden Konsequenzen für den Einzelnen und gleichzeitig für die Gesellschaft ist dabei besonders zu berücksichtigen. Auch wenn man im Einzelfall die rechtliche Auslegung großzügiger – d.h. „menschlicher“, wie es gerne von Menschenrechtsorganisationen bezeichnet wird  – handhaben wolle, wäre dieses bei der Betrachtung der Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft leider oftmals schlicht unmöglich. Eine innere Ausrichtung auf eine höhere Instanz ist daher sehr wichtig. Der innere Kompass mit der grundsätzlichen Orientierung am christlichen Menschenbild hilft bei vielen Entscheidungen und gibt einem die Sicherheit bei seinen Entscheidungen nicht alleine zu sein, sondern auf die Hilfe und die Geborgenheit Gottes vertrauen zu können.