Positive Entwicklung der Stadt Altdorf

Bei traditionellen kommunalpolitischen Aschermittwoch konnte Ortsvorsitzender Thomas Kramer unter den Gästen auch Bürgermeister Erich Odörfer, FU-Vorsitzende Angelika Raß, die Vorsitzende der Senioren Union Lisbeth Happ sowie den Sprecher des Altdorfer Jugendrates Maximilian Pöllot begrüßen. Unter dem Motto „Investitionen in Altdorfs Zukunft" setzte sich der Fraktionsvorsitzende der CSU im Altdorfer Stadtrat Dr. Bernd Eckstein mit den Altdorf Finanzen und der weiteren Entwicklung der Stadt auseinander. Die  Schwerpunkte betrafen die Herausforderungen der demographischen Entwicklung, die Infrastruktur, die Schulen und Bildung und die lokale Energiepolitik.

Eingangs bedauerte Eckstein, dass heute die Politik oftmals zu hektischen und unüberlegten Maßnahme neige. Aufgrund der veränderten Möglichkeiten von Kommunikation und Information in der Gesellschaft durch die neuen Medien stehe die Politik scheinbar unter permanenter Beobachtung und Handlungsdruck und schaffe in kürzester Zeit eine Vielzahl von Vorschriften und Gesetzen, deren Auswirkungen sich oft erst Jahre später zeigten. Eckstein appellierte an ein Rückbesinnen auf die ursprüngliche Funktion des Staates, nämlich das setzen von Rahmenbedingungen. Die Werte Freiheit und Eigenverantwortung seien Werte, die nicht verloren gehen dürften!

In diesem Zusammenhang nannte er Edmund Stoiber, der stets eine Verantwortungsethik vor eine Gesinnungsethik stellte und dies bei seiner aktuellen Aschermittwochsrede auch wieder unterstrich. Es sei kurzfristig wenig populär, auf einen ausgeglichenen Haushalt zu setzen, dennoch sei es eine richtige Zukunftsstrategie, von der insbesondere die nachfolgenden Generationen profitierten.

Eckstein kritisierte in diesem Zusammenhang abermals die politisch motivierte Entwicklung der Strompreise, die in Deutschland zum sozialen Problem werden könnten und zur Abwanderung ganzer Industriezweige führten. Ein Zurückfahren der überzogenen Subventionen im Zuge der umfangreichen gesetzlichen Maßnahmen der Energiewende sei überfällig, da die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden.

In Altdorf setze man auf eine maßvolle, örtlich begrenzte Nutzung der Windenergie. Dazu werde eine Gesellschaft gegründet, in der sich auch Bürger als Darlehensgeber engagieren können. Bereits jetzt sei der Strom der Stadtwerke Altdorf zu einem erheblichen Anteil aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. In diesem Zusammenhang nannte er die Forderung einer lokalen Bürgerinitiative nach dem vollständigen Rückkauf des Stromnetzes und einer ausschließlich lokalen Energieerzeugung unrealistisch, unbezahlbar und unsinnig. Weder die Versorgungssicherheit noch die Bezahlbarkeit der Energie ließe sich damit gewährleisten. Dazu seien nicht vertretbare Eingriffe in die Landschaft nötig.

Im Hinblick auf die diesjährige Bürgermeisterwahl zeigte sich Eckstein erfreut, dass es Bürgermeister Erich Odörfer gelungen sei, trotz umfangreicher Investitionen wie das neue Rathaus, den neuen Marktplatz, Gemeindestraßen und Radwege, einen hervorragenden Haushalt für das Jahr 2012 vorzulegen. Der Schuldenstand habe sich  vom Höchststand des Jahres 2006 mit um sieben Millionen Euro verringert auf nunmehr vier Millionen, was eine äußerst positive Entwicklung sei. Die Rücklagen seien deutlich höher als die Schulden und es wurden hohe Vermögenswerte neu geschaffen.

Sehr positiv für den Schulstandort Altdorf sei auch die in diesem Jahr zu beginnende Baumaßnahme des Schulschwimmbades, wo mit dem Landkreis nach vielen Verhandlungen eine gute und auch für die Zukunft tragfähige Lösung gefunden werden konnte.

Die CSU-Fraktion unterstütze den Bürgermeister in seinem Bestreben, weiter Gewerbe in Altdorf anzusiedeln und weiter Wohnbauland zu schaffen. Dies sei erforderlich, um die Einnahme der Stadt weiter zu stabilisieren und das hohe Niveau der Infrastruktur erhalten zu können. Altdorf sei attraktiv für Familien, die neu zuziehen und das solle auch so bleiben.

Abschließend erläuterte der Fraktionsvorsitzende nochmals die von der CSU für den Haushalt 2012 gestellten Anträge. Einen Schwerpunkt habe man dieses Jahr bei der Grundschule gesetzt. Wichtige Akzente setze man aber auch beim Lärmschutz, bei der Verkehrspolitik und bei der Sanierung der Altstadt mit der Planung des Jugendhaus-Gebäudes. Auch das Ehrenamt soll in Altdorf weiter gefördert werden durch eine Erhöhung des Vereinszuschusses für Jugendliche sowie die Einführung einer Ehrenamtscard.

Die Suche nach einem Standort für eine neue Stadthalle sei auf einem guten Weg. Der stadtplanerischen Vorauswahl müsse nun eine Detail-Untersuchung folgen, die auch die Frage der Investition und des wirtschaftlichen Betriebes umfasse. Damit einhergehend sollen Ideen entwickelt werden, was mit dem alten Stadthallenstandort passieren soll. Eine veränderte Nutzung sei ebenso denkbar wie eine Verwertung des Geländes. Einer Renovierung des Gebäudes für eine abermalige Nutzung als Stadthalle erteilte Eckstein eine Absage. Dies sei weder wirtschaftlich darstellbar noch im Hinblick auf die Infrastruktur wie Parkmöglichkeiten, Brandschutz und zeitgemäße technische Ausstattung einer solchen Einrichtung vertretbar.

Abschließende sicherte Eckstein die Unterstützung von Erich Odörfer für seine erneute Kandidatur als Bürgermeister zu. Er habe Altdorf durch seine geradlinige und engagierte Politik zu einer auch überregional attraktiven Kommune gemacht. Die Verwaltung sei effizient und effektiv, weshalb er sicher sei, dass dies auch die Bevölkerung bei der diesjährigen Wahl im September  honorieren werde.